infoladengotha http://infoladengotha.blogsport.de Thu, 04 Feb 2016 13:18:11 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Vortrag: Krieg und Bürgerkrieg in Kurdistan http://infoladengotha.blogsport.de/2016/02/04/vortrag-krieg-und-buergerkrieg-in-kurdistan/ http://infoladengotha.blogsport.de/2016/02/04/vortrag-krieg-und-buergerkrieg-in-kurdistan/#comments Thu, 04 Feb 2016 13:13:56 +0000 Administrator Allgemein http://infoladengotha.blogsport.de/2016/02/04/vortrag-krieg-und-buergerkrieg-in-kurdistan/

25.02.2016, um 19:00 Uhr im Infoladen (Hersdorfstr.15/Ju.w.e.l. e.V.)

Krieg und Bürgerkrieg in Kurdistan

Seit dem Angriff des Islamischen Staates auf Shengal im Irak und Kobani in Syrien 2014 ist der Begriff Kurdistan in den Medien wieder präsent. 2014 konnten diese Angriffe durch die YPG (syrisch-kurdische
Selbstverteidigungsstreitkräfte), die HPG-Guerilla und durch die Peshmergas der irakisch-kurdischen Autonomieregierung zurückgeschlagen werden. Seitdem finden weiter heftige Gefechte zwischen kurdischen Verbänden und Djihadisten unterschiedlicher Coleur statt. Vor allem in Syrien konnte die YPG gemeinsam mit den us-amerikanischen Luftschlägen den IS zurückdrängen. Doch die Kurd_innen sind nicht nur eine säkulare Kraft gegen den Islamismus. In Rojava (Westkurdistan – in Syrien) konnte sich auch eine Rätestruktur mit demokratischen Grundsätzen herausbilden.

Während sich in Syrien die Interessen von Nato-Mitgliedern und die Ziele der kurdischen Selbstverwaltung in weiten Teilen überschneiden, hat das Nato-Mitglied Türkei im Südosten des eigenen Landes erneut mit einem Krieg gegen die kurdische Bevölkerung begonnen. Gestützt durch die
Vereinbarung der Europäischen Union und der deutschen Bundesregierung zur Flüchtlingsabwehr versucht Staatspräsident Erdogan durch diesen Krieg sein autokratisches Regime zu errichten.

In der Bilanz trifft man also auf eine Entwicklung voller Widersprüche und damit ein Paradebeispiel für die komplizierten Situationen, die im Nahen Osten immer wieder auftreten. Der Vortrag versucht diese Widersprüche zu erklären und einen Einstieg in die derzeitige politische Situation – vor allem Nordkurdistans – zu geben.

Volker Hinck ist Politikwissenschaftler und bereiste im August 2015 Nordkurdistan.

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Update zum Naziaufmarsch am 28.11. in Gotha http://infoladengotha.blogsport.de/2015/11/23/update-zum-naziaufmarsch-am-28-11-in-gotha/ http://infoladengotha.blogsport.de/2015/11/23/update-zum-naziaufmarsch-am-28-11-in-gotha/#comments Mon, 23 Nov 2015 12:56:17 +0000 Administrator Allgemein http://infoladengotha.blogsport.de/2015/11/23/update-zum-naziaufmarsch-am-28-11-in-gotha/

Am Samstag (28.11.) ist es soweit, die Nazis um das Bündnis Zukunft Landkreis Gotha, die Rechte und dem dritten Weg wollen sich das zweite mal dieses Jahr mit einem Naziaufmarsch in Gotha austoben. Seit dem letzten Aufmarsch am 18.4. diesen Jahres ist viel passiert. Eine kleine Zusammenfassung davon könnt ihr hier lesen. Des weiteren haben Nazis versucht eine Erstaufnahme in Gotha zu blockieren, einen Bericht könnt ihr hier Lesen. Worauf wir dieses mal wieder viel Wert legen und was am 18.4. auch zu Teilerfolgen geführt hat ist, eine gute Infrastruktur und gute Informationen um den Naziaufmarsch zu blockieren, sabotieren und zu stören. Deshalb haben wir einiges vorbereitet. Hier die Infos!

Die Nazis:
- Treffen sich um 14:00 Uhr auf dem Coburger Platz (5B)
- werden wohl ab 11:00 Uhr im Stadtbild present sein
- wollen gegen 15:00 Uhr vom Coburger Platz in richtung Innenstadt marschieren
- werden eine Zwischenkundgebung am Stadtbad abhalten (2F)
- werden auf dem Rückweg die Innenstadt schrammen (3F)
- werden am Coburger Platz ihre Abschlusskundgebung halten

Ziel ist es, dass Ziel der Nazis zu sabotieren. Deshalb wurde einiges von uns oder dem Bürgerbündnis vorbereitet.

Das Bürgerbündnis:
- mobilisiert für 11:00 Uhr zu verschiedenen Kundgebungen
- hat folgene Kundgebungen vorbereitet: Bahnhof (8K),Innenstadt (2H), Stadtbad (2F), Coburger Platz (5B)
- hat weitere Infopunkte vorbereitet Augustinerkloster (4G), Neumarkt (2H), mittlerer Hauptmarkt (3G)
- hat eine mobile Bühne vorbereitet

Wir konzentrieren uns auf ein dezentrales Konzept, deshalb haben wir für euch auch einiges an Infrastruktur auf die

Beine gestellt:

- Ticker: twitter.com/welcometogotha
- Hashtag: #gth2811
- Blog: welcometogotha.blogsport.de
- EA: 0157/31163724 (was ist ein EA?)
- Infotelefon: 0160/96418832
- Aktionmap: klick

Wir empfehlen:
- schon gegen 11:00 Uhr in der Stadt unterwegs zu sein
- warme Klamotten anzuziehen

Lasst uns gemeinsam den Naziaufmarsch zum Desaster machen!

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Reichspogromnacht http://infoladengotha.blogsport.de/2015/11/09/reichspogromnacht-2/ http://infoladengotha.blogsport.de/2015/11/09/reichspogromnacht-2/#comments Mon, 09 Nov 2015 11:05:16 +0000 Administrator Allgemein http://infoladengotha.blogsport.de/2015/11/09/reichspogromnacht-2/ Heute vor 77 Jahren war die Reichsprogromnacht. Am 9. auf den 10. November 1938 brannten die Synagogen. Sie brannten in Deutschland. Sie brannten in Österreich. Sie brannten in der Tschechoslowakei. Der 9. November ist der Tag, an dem organisierte Schlägertrupps jüdische Geschäfte und Gotteshäuser in Brand setzten. Es ist der Tag, an dem tausende Juden misshandelt, verhaftet oder getötet wurden. Diese Nacht war das offizielle Signal zum Beginn der industrialisierten Vernichtung an Millionen Menschen von den Deutschen.

Nächsten Sonntag ist in Friedrichroda der sog. Volkstrauertag. Unterschiedslos wird am Volkstrauertag jenen gedacht, die die offene Barbarei über Europa brachten, sechs Millionen Jüdinnen und Juden sowie politische Gegner_innen ermordeten und jenen, die diesen Terror mit Waffengewalt niederschlugen oder ihm zum Opfer fielen. An diesem Tag veranstalten lokale Nazis in Friedrichroda ein „Heldengedenken“ in dem sie die Geister der deutschen Waffengattungen in ihre Reihen zurückbeschwören wollen. Lasst uns dagegen auf die Straße gehen. Mehr Infos auf: www.volkstrauertag-abschaffen.tk

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Morgen: Pogrome verhindern! http://infoladengotha.blogsport.de/2015/11/05/morgen-pogrome-verhindern/ http://infoladengotha.blogsport.de/2015/11/05/morgen-pogrome-verhindern/#comments Thu, 05 Nov 2015 16:07:13 +0000 Administrator Allgemein http://infoladengotha.blogsport.de/2015/11/05/morgen-pogrome-verhindern/ Hallöchen, auch heute stehen die Nazis sich vor dem ehemaligen Praktiker wieder die Beine in den Bauch. Weil jederzeit Refugees ankommen könnten mobilisieren wir morgen für eine Kundgebung am ehemaligen Praktiker. Diese beginnt 9:00 Uhr. Ab morgen wird es auch einen Twitter-Ticker geben wo ihr Infos bekommen könnt. Hier der Flyer für morgen:

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Morgen: Nazikundgebung vor der Erstaufnahmestelle in Gotha http://infoladengotha.blogsport.de/2015/11/03/morgen-nazikundgebung-vor-der-erstaufnahmestelle-in-gotha/ http://infoladengotha.blogsport.de/2015/11/03/morgen-nazikundgebung-vor-der-erstaufnahmestelle-in-gotha/#comments Tue, 03 Nov 2015 19:54:54 +0000 Administrator Allgemein http://infoladengotha.blogsport.de/2015/11/03/morgen-nazikundgebung-vor-der-erstaufnahmestelle-in-gotha/ Ab dieser Woche entsteht in Gotha im ehemaligen Praktiker-Baumarkt (Langensalaer Straße) eine Erstaufnahmestelle für Geflüchtete. Seit heute standen kontinuierlich Nazis von die Rechte, der NPD und dem Bündnis Zukunft Landkreis Gotha vor dem Gelände. Für morgen haben sie wieder eine „Protestkundgebung“ von 11:00 – 22:00 Uhr angemeldet.

Dem wollen wir etwas entgegensetzen, schon aus dem Grund das die Geflüchteten, wenn sie in Gotha ankommen, nicht von einer Horde besoffener Orks mit Kaiserreichsfahne begrüßt werden, sondern von Menschen! Wir rufen deshalb zur Gegendemonstration ab 11:00 Uhr vor dem ehemaligen Praktiker in der Langensalzaer Straße auf. Lasst uns gemeinsam die Nazis daran hindern, zu tun was sie eben tun, wenn sich niemand in den Weg stellt. Gotha ist nicht Heidenau und wir sind entschlossen!

Flüchtlinge schützen – Nazis angreifen!

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Morgen: „Die Rechte“ in Waltershausen http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/23/morgen-die-rechte-in-waltershausen/ http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/23/morgen-die-rechte-in-waltershausen/#comments Fri, 23 Oct 2015 17:44:49 +0000 Administrator Allgemein http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/23/morgen-die-rechte-in-waltershausen/ Morgen, am Samstag den 24.10.2015, hat „Die Rechte“ eine Demonstration in Waltershausen angemeldet. „Die Rechte“ ist die Partei, deren Mitglieder in Bamberg gerade eine Razzia hatten, weil die Behörden davon ausgehen, dass sie einen Anschlag auf Geflüchtete und Antifas geplant haben. Und es sieht so aus, als könnten die Nazis in Waltershausen agieren, wie der Fisch im Wasser: Schon im September waren dort ca. 600 Rassist_innen dem Aufruf der NPD gefolgt, gegen die Unterbringung von Geflüchteten in einer Schule zu demonstrieren. Gegen den Aufmarsch waren nur 80 Leute auf die Straße gegangen.

Das sollen diesmal mehr werden. Das Waltershäuser Gegen-Rechts-Bündnis will mit allen verfügbaren Kräften gegen Angstmache und Rassismus auf die Straße gehen. Wichtig ist das vor allem, um den Geflüchteten zu zeigen, dass sich nicht alleine den Rassisten und Nazis ausgeliefert sind.

Daher ergeht aus Waltershausen die dringende Bitte, dabei zu helfen!
Wir schließen uns dem an!

Die Kundgebung beginnt um 11 vor der Stadtkirche in der Hauptstraße.
Der Zug aus Erfurt fährt um 10:00 Uhr von Gleis 3a.
Der Zug aus Gotha fährt um 10:23 Uhr von Gleis 2

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Ohrdruf: Von Erstaufnahme, Äpfel pflücken und “wilden Tieren” http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/20/ohrdruf-von-erstaufnahme-aepfel-pfluecken-und-wilden-tieren/ http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/20/ohrdruf-von-erstaufnahme-aepfel-pfluecken-und-wilden-tieren/#comments Tue, 20 Oct 2015 18:04:41 +0000 Administrator Allgemein http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/20/ohrdruf-von-erstaufnahme-aepfel-pfluecken-und-wilden-tieren/ Am Sonntag, den 18.10. waren wir mit einigen Freund*innen, sowie einer Gruppe Refugees auf einer Apfelplantage. Die Idee war es, auf Grund der schlechten Ernährungssituation der Erstaufnahmestellen im Landkreis Gotha, frisches Obst vorbeizubringen. Gesagt, getan. Mehrere Stunden holten wir gemeinsam Äpfel vom Baum, so dass die wahnsinnige Menge von über einer Tonne entstand. Nachdem wir fertig waren und alles auf Hänger verladen haben, ging der Ärger erst los. Im Vorfeld haben wir mehrmals versucht Verantwortliche für die Erstaufnahmestellen und Gemeinschaftsunterkünfte zu erreichen, mit dem immer selben Ergebnis. Wir wurden von hier, nach dort verwiesen, niemand war so richtig zuständig für irgendwas und alle Personen die etwas entscheiden können, sind entweder nicht da oder nie zu erreichen. Deswegen haben wir uns dafür entschieden einfach vorbeizufahren und die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Nicht ohne Grund war unser erster Anlaufpunkt die Erstaufnahmestelle in Ohrdruf. In den vergangenen Wochen haben wir immer wieder davon gehört, dass die Menschen dort eine wirklich beschissene Ernährungssituation haben. Die Antifaschistische Aktion dokumentierte. Nicht nur die Ernährung ist furchtbar in Ohrdruf. Seit den letzten Berichten über die Erstaufnahmestelle hat sich kaum etwas verändert: Die ärztliche Versorgung ist immer noch nicht gegeben, Geldauszahlungen werden nicht getätigt, da es kein Personal gibt und die Security tut alles, um ihrem Ruf weiter gerecht zu werden. Bis zu einem Besuch von Abgeordneten des Landtages durften die Refugees die Erstaufnahmestelle nicht einmal verlassen, mit der Begründung, dass im Brandfall niemand wissen würde, wie viele Menschen sich im Inneren des Lagers befindet. Mittlerweile darf die Erstaufnahmestelle verlassen werden, was viele nutzen um vor den schlechten Bedingungen in andere Städte abzuhauen.

Als wir also in der Erstaufnahmestelle in Ohrdruf ankamen gelang es uns Kontakt zum zuständigen Leiter der Erstaufnahmestelle herzustellen, welcher auch anwesend war. Er erlaubte uns die Äpfel zu verteilen, jedoch ohne, dass wir auf das Gelände fahren dürfen (Militärgelände). Wir einigten uns darauf, dass die Menschen nach draußen kommen und sich das Obst mitnehmen können. Als wir versuchten den Refugees klar zu machen, das besagte Obst für sie ist und sie nach draußen kommen sollen, ging der Ärger erst los. Sie trauten sich nicht so richtig, doch als die ersten kamen, stand sofort die Security am Tor und verwehrte ihnen den Ausgang. Als wir darauf hinwiesen, dass es abgesprochen sei und sie den Weg frei machen sollen, wurden wir von ihnen beleidigt und uns wurde angeboten „mal um die Ecke zu gehen“. Zu uns wurde außerdem gesagt, dass die „Asylanten“ oder „Asylis“ keine Hunger haben, bestens versorgt sind und die Aktion sowieso nur Streit reproduziert. Als wir nach hakten, warum es Streit geben soll, wurde uns gesagt, dass „die Asylis wie die Tiere sind und sich dann um die Äpfel prügeln würden“. Wir ließen nicht locker, vermittelten der Security, dass wir vor ihnen keinerlei Angst haben, ihre Prollattitüde bei uns nicht zieht und wir ihre rassistischen Ressentiments zum kotzen finden, was funktionierte. Das Tor öffnete sich und die „nicht hungrigen“ Menschen kamen heraus.
Es war ein tolles Gefühl, die Menschen freuten sich, lachten und bedankten sich bei uns. Sie nutzten so ziemlich alles (Kopfkissenbezüge usw.), um das Obst ins Innere zu bringen. Als ein Mensch mit einem Eimer zu den Anhängern kam, kippte die Situation wieder. Die Security hielt ihn auf, sagte dass der Eimer Privateigentum der Erstaufnahmestelle sei und nicht die drei Meter mit nach außen genommen werden konnte. Weil wir das als Schikane verstanden machten wir bemerkbar, dass sie Abhilfe schaffen sollen. So wurden von der Security Müllsäcke verteilt, was uns wieder schaudern ließ. Eine Person hatte anstatt einem Müllsack auf einmal zwei in der Hand, was eine Frau der Securityfirma in Rage versetzte, sie fing an die Menschen anzuschreien „just one Sack for one Person“. Besagte Person, welche sich einmal in Rage geschrien hatte, wollte dann auch noch ihren Unmut an uns loswerden, so lief sie zu uns und fing an zu brüllen, was uns kalt ließ. Alles in allem war das Verhalten dieser „Hilfssheriffs“ den Refugees gegenüber zum kotzen. Auch, dass die Refugees eine Zeit lang durch einen Spalier von Securitys laufen und sich immer wieder anbrüllen lassen mussten, erinnerte uns weniger an eine Erstaufnahmestelle auf einem Militärgelände, vielmehr an ein Kriegsgefangenenlager.

Nachdem der Ansturm auf das Obst vorbei war, durften wir noch Zeugen der „Essensausgabe“ werden. Das Essen wird von regionalen Cateringfirmen verrichtet und findet in einem, für die Menge an Menschen, viel zu kleinem Zelt statt. Dies hat zur Folge, dass man 3 mal am Tag bis zu einer Stunde in der Kälte auf sein Essen warten musste. Auch wurde nur zu diesen bestimmten Zeiten Wasser in mitgebrachte Flaschen gefüllt. Zudem müssen die Refugees sich in einer Reihe aufstellen und müssen diese Reihe einhalten. Die Schlange wuchs in kurzer Zeit an die 100 Meter und ehe die Letzten ihr Essen bekommen, müssen sie etwa 30-45 Minuten lang in der Kälte stehen. Auch dieses Prozedere läuft nicht immer ohne Beschimpfungen und Schikanen ab. So erfuhren wir, dass die Menschen immer wieder angebrüllt werden oder des öfteren auch mal Sätze wie: „Wenn`s euch nicht passt, dann haut doch ab wo ihr hergekommen seid!“ an den Kopf geknallt bekommen. Die Ausgabe der restlichen Äpfel in verschiedene GU`s und Erstaufnahmestellen war kein Problem und lief gut.

Wir halten fest:
- Es ist kaum möglich mit Verantwortlichen Absprachen zu treffen, da diese meist nicht reagieren oder sich niemand für etwas verantwortlich fühlt.
- Helfer*innen werden massiv Steine in den Weg gelegt weshalb wir lieber auf die eigenen Kräfte vertrauen.
- Der Staat versagt auf ganzer Ebene, die Versorgung der Menschen in vielerlei Hinsicht ist eine Zumutung.
- Organisiert euch, um mit zu helfen und die Situation zu verbessern. Macht auf die Situation aufmerksam, helft mit wo ihr könnt.
- Vertraut nicht auf staatliche Institutionen. Einer solidarischen Gesellschaft bedarf es eines Staates nicht.
- betreffende Securitys der Firmen Distelkam/DVK Eastside Crew sind im Kontext einer Erstaufnahmestelle untragbar.

Wir möchten noch darauf hinweisen, dass nicht nur die Situation in den Erstaufnahmestellen uns an unsere Grenzen stoßen lässt. In der letzten Zeit werden vermehrt Demonstrationen von Nazis angemeldet. So stehen dieses Jahr im Landkreis Gotha noch mindestens drei Demonstrationen an. Wir bitten um Unterstützung und hoffen, dass wir den kommenden Aufmärschen etwas entgegnen können. Hier eine Auflistung der Aufmärsche: 24.10. Waltershausen, 15.11. Friedrichroda klick, 28.11. Gotha klick.




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http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/20/ohrdruf-von-erstaufnahme-aepfel-pfluecken-und-wilden-tieren/feed/
Radio-Interview zur Antifa-Demo am 10.10. http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/08/radio-interview-zur-antifa-demo-am-10-10/ http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/08/radio-interview-zur-antifa-demo-am-10-10/#comments Thu, 08 Oct 2015 11:13:38 +0000 Administrator Allgemein http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/08/radio-interview-zur-antifa-demo-am-10-10/ Wir möchten euch ein Interview zur derzeitigen Situation in Gotha und Umgebung sowie ein paar anderen Themen ans Herz legen, welches bei Radio-Corax, coloRadio, Radio-Frei und radio ZUSA zu hören ist.

Hier ist der Link.

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http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/08/radio-interview-zur-antifa-demo-am-10-10/feed/
Broschüre gegen den Volkstrauertag erschienen http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/08/broschuere-gegen-den-volkstrauertag-erschienen/ http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/08/broschuere-gegen-den-volkstrauertag-erschienen/#comments Thu, 08 Oct 2015 11:05:50 +0000 Administrator Allgemein http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/08/broschuere-gegen-den-volkstrauertag-erschienen/ Die Broschüre ist ein wirklich lesenwerter Bericht über die vergangen Jahre des antifaschistischen Protestes, der damit verbundenen Entwicklungen in der Stadt Friedrichroda und der theoretischen Auseinandersetzung mit deutscher Geschichtspolitik und dem Volkstrauertag an sich. Herausgeber ist das Antifa Bündnis Gotha. Bekommen könnt ihr die Broschüre kostenlos bei uns im Infoladen oder ihr bestellt sie bei den jeweiligen Gruppen. Mehr Infos zum Volkstrauertag und eine Onlineversion der Broschüre könnt ihr auf http://volkstrauertag-abschaffen.tk finden.

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http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/08/broschuere-gegen-den-volkstrauertag-erschienen/feed/
10.10.2015 Antifa-Demo in Gotha http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/08/10-10-2015-antifa-demo-in-gotha/ http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/08/10-10-2015-antifa-demo-in-gotha/#comments Thu, 08 Oct 2015 10:59:04 +0000 Administrator Allgemein http://infoladengotha.blogsport.de/2015/10/08/10-10-2015-antifa-demo-in-gotha/ Wir dokumentieren den kompletten Aufruf zur Demo:

Die Ekelhaftigkeit der deutschen Realität hat nun auch die westthüringische Provinz, in und um Gotha, erreicht. Die Maske ist gefallen. Nazis, Rassisten und ein wütend tobender Bürgermob Hand in Hand. Die Unterschicht, als auch die Mittel- und Oberschicht, haben „Angst“ um ihr Hab und Gut. Die deutsche Einheit jährt sich zum 25. Mal, und die Krawalle von Rostock-Lichtenhagen „feierten“ auch vor kurzem ihren 23. Geburtstag. Damals hatte die deutsche Politik nichts besser zu tun, als sich um das Image des „ausländerfreundlichen Deutschlands“ zu kümmern. Infolgedessen wurde das Asylrecht verschärft. Ein Geschenk an den damaligen Mob.

Heute werden wieder Geflüchtetenunterkünfte angezündet. In Friemar (b.Gotha), in der Nacht der deutschen Einheit, verspürten 10 Geflüchtete (darunter 6 Kinder!!!) Todesangst, als die Dixitoiletten neben der Turnhalle und damit auch die Turnhalle, in der sie untergebracht waren, angezündet wurden. In Gotha, verschleiert durch die ansässige Polizei und Politik, zündeten im Sommer Deutsche eine Reklametafel, vor einer Unterkunft, an.

Währenddessen marschiert die AfD mit tausenden Leuten durch die Landeshauptstadt Erfurt. Geduldet unter ihrer Gefolgschaft laufen gewalttätige Nazihools, welche prügelnd durch die Straßen ziehen. CSU Politiker fordern den Bau eines Zaunes, und eine immer größer werdende Masse sympathisiert mit den Schlägern von der NPD, oder den geistigen Brandstiftern der AfD.

Ist die deutsche Einheitsmasse in den 30 er Jahren auf die Propaganda der damaligen Nazis reingefallen, so tut sie es heute ebenso. Es wird nichts hinterfragt, jede dumme Kleinigkeit wird geglaubt, weiterverbreitet und umgedeutet zur eigenen Nützlichkeit. Die Angst vor dem Fremden, dem Ungewohnten nimmt immer größere Ausmaße an. Aus der vermeintlichen „Besorgnis“ folgt die Angst, und aus der Angst folgt der Hass. Nun ist es einfach, den bestehenden kapitalistischen Verhältnissen und der Konkurrenzgesellschaft den schwarzen Peter zuzuschieben, und selbstverständlich spielen jene eine große Rolle, in der Entwicklung der rassistischen und antisemitischen Phänomene. Allerdings bedarf es auch keiner großartigen Intelligenz zu verstehen, dass Herkunft, Nationalität, Abstammung und Grenzen, einfach zufällig bzw. willkürlich festgelegte Dinge sind. Insofern darf Kapitalismuskritik nicht die Lösung für alles sein, vielmehr geht es darum den rassistischen Mob Einhalt zu gebieten.
Mit einer Entspannung der Lage ist nicht zu rechnen. Die Zustände und Vorfälle in den Geflüchtetenunterkünften in Ohrdruf, Friemar, Gotha und Waltershausen bestätigen dies. Es ist Zeit die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Es ist Zeit auf die Straße zu gehen, Geflüchtete zu unterstützen und dem rassistischen Mob, in jeder Lebenslage und Situation, zu zeigen was von ihnen zu halten ist: NICHTS!

Waltershausen

Am 14. September demonstrierte die NPD durch Waltershausen. Etwa 500 – 700 Menschen schlossen sich der Naziveranstaltung an. Organisierte Neonazis aus NPD und dem Kameradschaftsumfeld, Seite an Seite mit “besogten Bürger_innen” jeden Alters.
Wichtige Mobilisierungshilfe bekam die NPD aus den Reihen der CDU. Während der Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski (CDU) keine Gelegenheit auslässt um die Flüchtlingspolitik in Thüringen zu kritisieren, geht sein Parteikollege Landrat Konrad Gießmann genau nach dem Muster vor, welches Tankret so gerne anprangert. Die Öffentlichkeit wird nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen, es fehlt jegliche Transparenz gerade in der Wahl der Unterkünfte, die Bekanntgabe erfolgt so spät wie möglich.
Dass der Landrat so vorgeht mag damit zusammenhängen, dass er es den “besorgten Bürger-Terroristen” erschweren will, die Unterkünfte vor dem Bezugstermin abzufackeln oder unter Wasser zu setzen. Aber ob bewohnt oder unbewohnt, scheint der brandschatzenden “Asylkritiker”-Fraktion kaum noch wichtig zu sein.
In Waltershausen wollte Landrat Konrad nun die Gelegenheit nutzen eine Schulschließung die für 2016 angesetzt war, kurzfristig vorzuziehen und so nicht mehr selbst für die unliebsame Entscheidung verantwortlich zu sein, sondern die Flüchtlinge als “Sündenböcke” vorzuschieben. Eine Schulschließung 2016 hätte etwa 60 Schüler_innen und deren Eltern betroffen, vielleicht hätten die sogar dagegen demonstriert. Aber höchstwahrscheinlich ohne NPD und die hunderten Mitdemonstranten vom 14. September.
Während Tankret also versucht das Thema für sich zu vereinnahmen und sich als derjenige präsentiert der die “Sorgen und Ängste” ernst nehmen will, versucht Konrad die Flüchtlinge vorzuschieben, um unliebsame Entscheidungen durchzusetzen. Oder er tut einfach das, was am “einfachsten” geht und tingelt von Turnhalle zu Turnhalle. Was beide damit erreichen ist, dass die Stimmung immer weiter kippt. Profitieren werden vor allem AfD und NPD. Leiden werden darunter wohl in erster Linie die Geflüchteten, untergebracht in ungeeigneten Sammelunterkünften und Turnhallen, umgeben von einer Bevölkerung deren Ablehnung gerade in blanken Hass umschlägt. Und während der Mob Brandsätze bastelt, fordert Tankret schnellere Abschiebungen und Höcke, Kammler und Co fiebern der nächsten Wahl bzw. der nationalen Revolution entgegen.

Am 24.10.2015 wird es erneut eine Demonstration zu dem Thema „Waltershausen wehrt sich – Für den Erhalt der Förderschule!“. Ob dies wieder in eine, von dumm schwätzenden NPD Spinnern unterwanderte Demonstration ausartet, wird sich heraus stellen. Doch eines wird wahrscheinlich Konsens sein, im Wutbürgergetümmel, schuld sind die Geflücheteten.
Wir fordern ein Ende dieser politischen Kälte!
Leerstand, ob in Gotha, Waltershausen oder sonst wo,gibt es massenweise, um ihn in Wohn- und Lebensraum umzuwandeln.

Ohrdruf – ein Fass ohne Boden

Seit einiger Zeit sind in Ohrdruf (Landkreis Gotha) Geflüchtete in der ehemaligen Bundeswehrkaserne, auf dem ehemaligen „Truppenübungsplatz“, untergebracht. Dass ein Großteil der ortsansässigen Bevölkerung, zumindest latent, rechte Einstellungen hat, und die Naziszene seit den späten 90ern dort einen Anlaufpunkt bietet, ist bekannt. Die neuesten Entwicklungen in Ohrdruf, lassen einem den Atem vor Wut jedoch stocken. Es ist die Mischung aus institutionalisiertem Rassismus, einer zutiefst feindlichen Bevölkerung und den traurig dramatischen Bedingungen in der Erstaufnahmestelle.

Als im August diesen Jahres die ersten Geflüchteten in der Bundeswehrkaserne ankamen gründete sich fast Zeitgleich die ältere Gruppe “Pro Ohrdruf” neu. Initiiert wird sie von Eike Stegmann und weiteren bekannten Gesichtern aus der Naziszene in Ohrdruf. Die Panik der Eingeborenen aus Ohrdrufer steigerte sich ins Unermessliche. Seitdem können Geflüchtete in Ohrdruf kaum einen Fuß vor die Tür setzen, ohne dabei von den Mitgliedern der Gruppe “Pro Ohrdruf” fotografiert, denunziert oder überwacht zu werden. Alles Schlechte in dieser Stadt wird a priori den Geflüchteten in die Schuhe geschoben. Aus diesem Anlass gründete sich eine “Bürgerwehr”. Ganz nach dem Prinzip “Wir werden euch hier schon weg ekeln!”, soll für Ordnung gesorgt werden.
Nicht nur die Lage der “besorgten Bürger” (Rassisten) sorgt für die Unerträglichkeit der Situation in Ohrdruf – es ist die Erstaufnahmestelle selbst. Seit Wochen wird die Verpflegung der Geflüchteten immer schlechter. Es gibt meistens nur Suppe (ohne Brot), Kartoffeln mit Soße oder Brei. Die Art des Essens ist ein menschenverachtender deutscher Witz. Dazu kommt, dass die Geflüchteten nicht einmal davon genug bekommen und müssen teilweise hungern. In Ohrdruf hat die Zahl 4, welche in letzter Zeit des Öfteren als Abkürzung für „Deutschland den Deutschen“ herhalten muss, eine ähnliche Bedeutung: der Arzt kommt nur alle vier Wochen und dann werden nur vier Menschen behandelt. Vier Personen in vier Wochen. Nochmal angemerkt: dort leben momentan mehrere hundert Menschen. Die Zeiten in denen in Deutschland niemand mehr an einer Grippe sterben musste sind somit offiziell von den Verantwortlichen als „das war einmal“ abgestempelt worden. Hinzu kommt erschwerend noch, dass es in der Erstaufnahmestelle keine Möglichkeit gibt Wäsche zu waschen. Die Geflüchteten sind gezwungen ihre Klamotten mit der Hand zu waschen und sie irgendwo aufzuhängen. Genau hier verbirgt sich das nächste Problem: Geld zum Waschmittel kaufen, haben sie momentan ebenfalls nicht. Die Geldausgabe der dürftigen 135€ pro Monat, wurde diesen Monat schon mehrfach nach hinten verschoben und ist zum jetzigen Stand noch nicht erfolgt.

Damit nicht genug: die Securitys der Firma Distelkam aus Chemnitz erfüllen so ziemlich jedes Klischee von vermeintlichen Machtpersonen. Wenn sie nicht gerade Nachts in der Erstaufnahmestelle Partys feiern, verbreiten sie Angst und Schrecken unter den Geflüchteten. Wenn sich jemand über die schlechte Situation oder die nächtliche, laute Musik der Securitys beschwert, entgegnen diese mit Sprüchen, wie z.B.: “wir können euch auch abschieben”. Unter den Geflüchteten schaffen diese Aussagen eine Situation der Angst vor Repression oder Abschiebung. Sie sind diesen Leuten schutzlos ausgeliefert. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Menschen die vor Krieg, religiöser Verfolgung, Elend und Patriarchat geflohen sind, im reichen Europa und in diesem Fall ganz speziell in Ohrdruf, behandelt werden wie Ratten in Löchern voller Scheiße. Eine unzumutbare, unmenschliche, nicht verständliche und zutiefst traurige Situation die nicht hinnehmbar ist. Wir fordern schnellstens die Bedingungen zu verbessern und eine menschenwürdige Unterbringung zu ermöglichen.

Friemar

In der Nacht von Samstag auf Sonntag brannte in Friemar eine Turnhalle in der zu dem Zeitpunkt 11 Geflüchtete untergebracht waren. Das Feuer wurde in den mobilen Toiletten außerhalb gelegt, und griff auf die Turnhalle über.
Anwohner_innen begannen den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen, die Feuerwehr war schnell vor Ort, die Geflüchteten sind körperlich unverletzt geblieben und der Schaden an der Turnhalle ist überschaubar.
Die Fahndung lief natürlich wieder “in alle Richtungen” und nach einem Motiv wurde gesucht. Da wir jedoch nicht so blind und uneingenommen wie die Polizei sind, wissen wir sehr wohl das Nazis/Rassisten das Feuer gelegt haben (schließlich gehen derart mobile Toiletten, welche keinen Stromanschluß haben nicht “aus technischen Gründen” in Flammen auf) und somit einen Brandanschlag auf 11 Menschen (7 Kinder, 4 Erwachsene) verübt haben. Ob der Tod dieser Menschen lediglich „in Kauf genommen“ oder aber beabsichtigt war macht keinen Unterschied.

Dieser Brandanschlag war nicht der erste und nicht der letzte in Deutschland. Es geht hier nicht mehr um Meinungsfreiheit, sondern um Leben und Tod. Dies werden wir nicht unkommentiert passieren lassen. Gegen Deutschland und seine Nazis (inkl. denen, die denken, sie wären keine)!

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